Ein dynamisches Verständnis der Dinge ist in gleichem Maße die Basis für ein richtiges Verstehen der Kunst und aller Kunstformen. Auf dem Gebiet der Kunst wird dieses dialektische Prinzip der Dynamik verkörpert im
Denn die Idee [oder Wahrnehmung] der Bewegung entsteht dadurch, daß dem Eindruck der ersten Position des Objektes, den man behalten hat, eine neu sichtbare weitere Position des Objektes überlagert wird. Das ist nebenbei der Grund für das Phänomen der räumlichen Tiefe in der optischen Überlagerung zweier Ebenen im Stereoskop. Aus der Überlagerung zweier Elemente der gleichen Dimension ergibt sich immer eine neue, höhere Dimension. Im Falle des Stereoskopes ergibt die Überlagerung zweier nicht identischer Zweidimensionalitäten eine stereoskopische Dreidimensionalität.




Der Grad des Unterschiedes zwischen Position A und B bestimmt die Spannung der Bewegung.
Weshalb sollte die Filmkunst eher den Formen des Theaters und der Malerei als der Methodologie der Sprache folgen, welche erlaubt, daß aus der Kombination von zwei konkreten Bedeutungen zweier konkreter Objekte ganz neue Begriffe von Ideen entstehen? Sprache steht dem Film viel näher als Malerei. Zum Beispiel entsteht in der Malerei die Form aus abstrakten Elementen von Linie und Farbe, während Im Film die materielle Konkretheit des Bildes Innerhalb der Einstellung-als ein Element - die größte Schwierigkeit In der Handhabung bietet. Warum sich also nicht eher an das System der Sprache anlehnen, das gezwungen ist, die gleiche Mechanik im Erfinden von Worten und Wortkomplexen anzuwenden.
Weshalb kann man auf der anderen Seite in orthodoxen Filmen nicht auf die Montage verzichten?
Der Unterschied in den Montagestücken liegt in ihrer fehlenden Existenz als einzelne Einheiten. Jedes Stück kann nicht mehr als eine bestimmte Assoziation hervorrufen. Die Anhäufung solcher Assoziationen kann die gleiche Wirkung erzielen, wie er für den Zuschauer in der Handlung eines realistisch dargestellten Stückes mit rein physiologischen Mitteln vorgesehen ist.
Ein Mörder zum Beispiel hat auf der Bühne eine rein physiologische Wirkung. In einem Montagestück photographiert, kann er einfach als Information, als Untertitel dienen. Die emotionale Wirkung beginnt erst mit der Rekonstruktion des Ereignisses in Montage - Fragmenten, deren jedes einzelne eine bestimmte Assoziation hervorruft - deren Summe ein allumfassender Komplex emotionalen Gefühles sein wird. Traditionell: